Somatic Experiencing Scham und Schuld

Somatic Experiencing Scham und Schuld

Scham und Schuld mindern und das damit verbundene niedrige Selbstwertgefühl durch Somatic Experiencing positiv verändern:

Das Gefühl von Scham tritt bei allen Menschen auf und hat auch eine biologische Funktion.

Zwischen 10 und 36 Monaten lernen Kinder ihre Impulse zu kontrollieren. Es ist überlebenswichtig eine 2 -Jährige daran zu hindern ihre Finger in die Augen ihres Babybruders zu stecken, oder sie von einer Leiter springen zu lassen, weil sie ausprobieren will, ob sie fliegen kann. Die Eltern beschämen also ihr Kind, indem sie „Nein“ sagen. Es ist fundamental wichtig, dass nach dem „Nein“, also nach der Fehleinstimmung, eine Wiedergutmachung erfolgt. Die Eltern können zum Beispiel sagen: „was du getan hast war nicht gut, aber du bist natürlich gut und wir lieben dich.“

So kann das Kind lernen seine Affekte zu regulieren und macht die Erfahrung, dass Wiedergutmachung und Heilung von Brüchen in Beziehungen möglich ist.

Viele Menschen, die in meine Praxis kommen, haben ein vermindertes Selbstwertgefühl. Sie glauben, dass sie vieles falsch gemacht haben und deshalb nichts wert sind. Diese schmerzhafte Dynamik hat mit ihren fehlenden Erfahrungen in Wiedergutmachung zu tun. Da wir sehr soziale Wesen sind, brauchen wir aneinander und wir können Beziehung zu uns und zu anderen nicht alleine lernen. Für mich ich ist es essentiell in der therapeutischen Beziehung einen sicheren Raum zu schaffen, in dem ich niemals abwerte, aber die Möglichkeit anbiete, zu lernen, was nicht gelernt werden konnte.

Die Entwicklung von Schuld geschieht etwas später in der Kindesentwicklung, weil dazu das Gefühl von Ich notwendig ist. Ab dem 24. Monat bis in das Erwachsenenalter lernen wir moralisches Denken und soziale Regulation. Ab dem 7. Lebensjahr werden ethische Prinzipien wichtig. Ich finde es fatal, junge Menschen aus der politischen und gesellschaftlichen Mitentscheidung auszuschließen. Der große Gruppendruck auch in sozialen Medien ist für junge Menschen ein enormer Stressfaktor. Die Anerkennung und das Willkommenheißen der eigenen Wünsche und Meinungen durch Eltern und Gesellschaft würde es verhindern, dass viele Kinder und Jugendliche Halt in sozialen Medien suchen, oder in selbstzerstörerische Verhaltensweisen rutschen.

Im Somatic Experiencing arbeite ich auf neuroaffektiver Ebene mit dem Stressreaktionssystem, indem ich durch Wertschätzung, Anerkennung, Humor und Spiel ganz mit meinem Gegenüber da bin. Durch gemeinsame Übungen können so fehlende Erfahrungen nachgeholt und integriert werden.

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Margret Hofmann

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